Industriemuseum Kupfermühle
Die Kupfermühle - 1602 gegründet - ist eines der ältesten Industriedenkmale im ehemaligen Landesteil Schleswig. Man nutzte die Wasserkraft der Krusau, die an dieser Stelle in die Flensburger Förde mündet, zunächst zum Antrieb eines Eisenhammerwerks und produzierte später Kupferbleche zur Bedachung der dänischen Königsschlösser und zur Verkleidung hölzerner Schiffsrümpfe. Die Rohstoffe wurden über den nahe gelegenen Flensburger Hafen geliefert. Die Kupfer- und später auch Messingbleche wurden in den verschiedenen Werkstätten auf dem Werksgelände zu Rohren, Stangen und zu großen Kesseln für Industriebetriebe, Brauereien und Brennereien verarbeitet. Auch Haushaltsgegenstände wie z.B. Leuchter, Kannen, Teekessel und "Flensburger Eimer" wurden hier hergestellt und über sog. "Kesselträger" auf dem Landwege vertrieben. Im 18. und frühen 19. Jahrhundert fanden im damals größten Industriebetrieb des dänischen Gesamtstaates bis zu 300 Menschen Arbeit.
Der Museumsteil "Kupfermühle Museum" befindet sich im Turmgebäude der alten restaurierten Arbeiterwohnungen aus dem 17. Jahrhundert. Die "Gisela und Bodo Daetz Stiftung" zeigt ihre Sammlung von Kerzenleuchtern, Wasserkesseln, "Flensburger Eimern", Teekannen mit Stövchen, Backformen, sowie historische Dokumente und Bilder aus der fast 400jährigen Geschichte der Kupfermühle.
Der Museumsteil "Industriemuseum Kupfermühle e. V." wurde 1998 gegründet. In zwei Fabrikhallen auf dem alten Werksgelände an der Krusau ist eine Sammlung verschiedener Maschinen und Werkzeuge zu sehen. Der Mittelpunkt bilde eine große funktionstüchtige Dampfmaschine und eine autentische Rekonstruktion eines wasserradbetriebenen Hammerwerks.
Öffnungszeiten 2010:
April-21. Oktober Mittwoch & Donnerstag
14.30-17.00 Uhr
Gruppen ganzjährig nach Vereinbarung
Adresse:
Industriemuseum Kupfermühle
Kupfermühle 17
Kupfermühle
D-24955 Harrislee
Tel. +49 (0)461 407 71 25
Fax +49 (0)461 407 95 40
E-Mail: museum(at)kabelmail.de
www.industriemuseum-kupfermuehle.de




